Wissenswertes über Karate  
Shotokan Karate Club Goslar e. V. Shotokan Karate Club Goslar e. V. Shotokan Karate Club Goslar e. V.
 

Zunächst ein paar Wort zu dem, was Karate nicht ist:

In der Öffentlichkeit wird Karate oftmals mit dem Zerschlagen von Brettern und Ziegelsteinen gleichgesetzt, aber die Fähigkeit dazu entsteht als Nebenprodukt jahrelangen Trainings, in dem die dafür notwendige Kraft, Schnelligkeit und das Konzentrationsvermögen ausgeprägt werden. Im Training spielen diese Schauvorführungen keine Rolle.

Was aber ist Karate?

Karate ist ein Sport, eine Kampfkunst, eine wirkungsvolle Selbstverteidigung - je nachdem, wer Karate warum betreibt.

Als Sport stärkt Karate Kondition, Schnellkraft, Muskulatur, Geschicklichkeit und das Gefühl für den eigenen Körper. Man lernt seinen Körper zu beherrschen, Muskeln mit dem richtigen Zeitgefühl und einem Auge für die richtige Distanz anzuspannen. Dadurch wird die körperliche und geistige Gesundheit erhalten und gestärkt.

Als Kampfkunst bietet Karate noch viel mehr: Die Vervollkommnung des Charakters durch lebenslanges Arbeiten an der eigenen Persönlichkeit wird angestrebt. Hierzu bedarf es neben des regelmäßiges Trainings aber auch der Bereitschaft, sich mit der Philosophie des Karate-Do zu beschäftigen.

Und letztlich ist Karate eine effiziente Form der Selbstverteidigung, die für Frauen und Männer, Kinder und ältere Menschen gleichermaßen geeignet ist, da nicht die körperliche Kraft, sondern Schnelligkeit und die Präzision der Techniken ihre Effektivität ausmachen.

Das beste Bild davon, was Karate wirklich ist, bekommt man aber immer noch, indem man es selbst einmal versucht. Deshalb bieten wir Ihnen die Möglichkeit, kostenlos an einem Probetraining für Anfänger teilzunehmen.

 

Geschichte des Karate

Chinesische Mönche entwickelten um 500 n. Chr. eine Form der waffenlosen Selbstverteidigung, die später über Handelswege auch auf die Insel Okinawa (Japan) gelangte. Dort vermischte sie sich mit bereits existierenden Kampfkünsten und das Wissen darum wurde zunächst im Geheimen weitergegeben.

Erst 1900 gab es die erste öffentliche Demonstration und die Verbreitung des Karate nahm zunächst auf Okinawa seinen Lauf. 1922 folgte Gichin Funakoshi, der Begründer des modernen Karate, einer Einladung auf das japanische Festland, um dort Karate zu unterrichten. Die erste Demonstration in Europa fand 1954 in Paris statt und der Weg bis nach Deutschland dauerte weitere 3 Jahre.

Das Karate Training

Karate bedeutet übersetzt "leere Hand", Karate-Do "der Weg der leeren Hand".

Deshalb wird Karate ohne Waffen betrieben. Die einzelnen Techniken werden zunächst in der Grundschule (Kihon) erlernt, später dann in verschiedenen Formen des Kumite (Kampf) mit und an einem Partner ausprobiert. Dabei kommt es nie zu einem echten Treffer, denn die Techniken werden kurz vor dem Körper abgestoppt, um den Partner nicht zu verletzen.

Das dritte Element des Karate Trainings ist die Kata: eine festgelegte Abfolge von Techniken, die den Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner symbolisiert.

Auch nach jahrelangem Training gibt es immer noch Kombinationen und Übungsformen, die den Karateka vor neue Herausforderungen an seine Geschicklichkeit und Beweglichkeit stellen, sodass man sich und seine Fähigkeiten ständig weiterentwickeln und vervollkommnen kann.

Karate – Körperbeherrschung und Fitness-Training

Nach Untersuchungen des britischen Sportwissenschaftlers Craig Sharp (Universität Birmingham), der an 100 Spitzensportlern aus dreißig Disziplinen die allgemeine Ausdauer, die Muskel-Schnellkraft, die Kraft, die lokale Muskelausdauer, die Gelenkigkeit und das Körperfett getestet hat, um so Aussagen über die allgemeine Fitness zu erlangen, belegte die Sportart Karate den 3. Platz hinter Turnen und Ballett. Ein Beweis, wie umfassend körperschulend und körperbildend der Karate-Sport ist. Eine wissenschaftliche Aussage, die denjenigen kaum überrascht, der weiß, wie ein Karatetraining aufgebaut und durchgeführt wird. Somit erweist sich das Karate-Training durch die Vielzahl seiner Anforderungen und Möglichkeiten als ein maximal gesundheitsförderndes Fitnesstraining.

Karate – moderne Selbstverteidigung

Häufig steht der Wunsch, sich für die persönliche Verteidigung Kenntnisse anzueignen, zunächst im Vordergrund, wenn sich Interessenten dem Verein des Deutschen Karateverbandes zu wenden. Die Vielzahl der technischen Möglichkeiten des Blockens, Stoßens, Schlagens und Tretens macht Karate für die Selbstverteidigung sehr geeignet. Im Training selbst schult das Üben mit wechselnden Partnern das Auge und die Beobachtungsgabe für Bewegungen und stärkt Mut und Selbstvertrauen. Nicht zuletzt werden Karate-Techniken ja auch von Polizei und Grenzschutz sowie von Sondereinheiten des Militärs in aller Welt für Verteidigung und Nahkampf geübt.
 
Es ist sogar offenkundig, dass dieser Kampfsport dazu angetan ist, Neurosen abzubauen und jede Form der Aggressivität in ruhigere Bahnen zu lenken. Gerade dies macht Karate für Kinder und Jugendliche als Sportart so hervorragend geeignet. 

 
  Shotokan Karate Club Goslar e. V.  
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